Am Mittwoch, den 9.11.2016 fand am PHG der erste GFS-Tag statt und hier bekom­men Sie einen kleinen Eindruck davon, was alles geboten wurde.

Das kleine 1 x1 des Präsentierens

Der Methodentag für die Klassen 5 und 6 stand unter dem Motto: „Das kleine 1 x1 des Präsentierens".

Um 8 Uhr starteten wir mit einer kurzen Einführung zum Thema: Der richtige Ein­satz von Karteikarten. Im Anschluss daran sollten die Schülerinnen und Schüler eine kleine Präsentation über ihr Lieblingsthema vorbereiten. Darunter waren zum Beispiel die Themen: Taschenuhren, Rope Skipping, die Spiele Clash Royale und Minecraft, die Helikopterstaffel Stuttgart, die Yeti-Krabbe und Voltigieren.

Einige der Schülerinnen und Schüler waren ganz begeistert, ihre Präsentationen halten zu dürfen. Nach jeder Präsentation gab es eine kurze Feedbackrunde. Nachfolgend gingen wir in den Schulhof, um einige Übungen zum Thema Rhetorik auszuprobieren. Zum Beispiel die bewusste Zwerchfellatmung, um lauter sprechen zu können oder das Spiel „Stille Post" für die deutliche Aussprache.

Die Schülerinnen und Schüler hatten ihre Lieblingsbücher dabei und gestalteten im Nachhinein eine Buchpräsentation. Da die Zeit dann doch knapp wurde, konnten leider nur wenige Schülerinnen und Schüler diese Präsentation halten.

Wir glauben und hoffen die Schülerinnen und Schüler konnten wertvolle Informa­tionen mitnehmen und können sicherer die Präsentationen antreten.

Es muss nicht immer Power-Point sein ...

Im Unterricht, bei diversen Schulfeiern oder SMV-Events bekommen wir Lehrer ein Bild davon. wie kreativ und vielseitig unsere Schülerinnen und Schüler sind - muss eine GFS gehalten werden gibt es - zumeist - tristen Einheitsbrei: Power-Point¬Präsentation.

Mut zu ideenreichen und originellen Formen der Themenaufbereitung machte das Seminar Anderen Formen der GFS. Tatsächlich darf eine Unterrichtsstunde gehal¬ten, eine Exkursion geplant, ein Bühnenbild gestaltet werden [wirklich keine voll¬ständige Aufzählung der Möglichkeiten), um seine GFS-Fragestellung zu bearbei¬ten.

Und 30 Schülerinnen und Schüler holten sich am Mittwoch Einblicke etwa in Kos¬tümgestaltung und Balladenverfilmung. Sie haben dabei auch gelernt, dass der Fo¬kus gar nicht so sehr auf dem Endprodukt liegt - der Prozess hin zum Ziel, was man aus vermeintlichen Fehlern gelernt hat und dass man seinen eigenes Arbeiten re¬flektieren kann, das liegt im Zentrum der Bewertung. 

Handout

Heutzutage durchs Leben zu kommen, ohne Texte Lesen zu müssen, ist kaum möglich. Nicht nur deshalb ist es notwendig, Texte auseinanderzunehmen und immer wieder auf Markierungen und Randnotizen zu verweisen. Die Texte einmal richtig bearbeitet, fällt die nachfolgende Erstellung eines Handouts gar nicht mehr so schwer. Nun heißt es nur noch:

Übung macht den Meister!

Themenformulierung

„Australien" - ein prima GFS-Thema, oder? Grundsätzlich ja, wäre da nicht so viel, was zu Australien gehört: das Klima, die Kultur, die Sehenswürdigkeiten, die Ge¬schichte, die Aborigines, das Great Barrier Reef und und und. Und hier beginnt das Problem: Nenne ich meine GFS einfach nur „Australien" wird's schwierig.

Im Workshop „Themenformulierung" setzten sich die Schüler am GFS-Tag damit auseinander, wie ein GFS-Thema so formuliert wird, dass es den drei Anforde¬rungsbereichen Reproduktion, Reorganisation und eigene kritische Reflexion ge¬recht wird und auch so rüberkommt, dass die Mitschüler Lust aufs Zuhören haben.

Wichtig ist demnach als Erstes, das Thema einzugrenzen, sich also auf einen Aspekt zu beschränken. Statt einfach nur eine GFS zu „Kaffee" zu machen, beschränke ich mich z.B. auf die Auswirkungen von Kaffee auf die Aufmerksamkeit. Damit die GFS auch spannend für die Zuhörer bleibt, formuliere ich das Thema am besten als Frage: „Erhöht Kaffee die Aufmerksamkeit?" Solch ein Titel ermöglicht dann auch neben der reinen Reproduktion, also dem einfachen Wiedergeben von Fakten, eine Reorganisation der zusammengetragenen Information - in diesem Fall z.B. die selbstständige Zuordnung der Fälle, wann und bei wem Kaffee die Aufmerksamkeit erhöht und wann und bei wem nicht.

Ein als Frage formuliertes Thema verlangt zudem nach einer Antwort, d.h. die GFS schließt ganz selbstverständlich mit der eigenen kritischen Reflexion, dem eigenen Fazit ab, auf das die Zuhörer auch bis zum Schluss gespannt warten.

Wo geht die Zeit nur hin ...

Ein gutes Zeitmanagement kann einem so einigen Stress ersparen!

In diesem Workshop wurden den Schülerinnen und Schülern die Grundlagen des Zeitmanagements vorgestellt.

Eine wichtige Frage war, wie viele Wochen vor der GFS mit der Bearbeitung begon¬nen werden sollte. Der Klassiker, eine Woche vor Beginn, führt nur zu Stress und Unzufriedenheit.

Mit der Eisenhower-Matrix wurde eine Möglichkeit präsentiert, wie Schülerinnen und Schüler ihre vielen Termine unter einen Hut bekommen können, neben einer GFS, den vielen Klassenarbeiten und Klausuren und den „Haus"aufgaben, dürfen nämlich Freunde, Familie, das Training und die Musikschule, Netflix und oder auch das Handy nicht zu kurz kommen.

Recherche und Quellenarbeit

Aller Anfang ist schwer ... und doch steht und fällt bei der Erstellung einer GFS alles zunächst mit der Recherche. Auch wenn Google heutzutage unser ständiger Begleiter ist, lernten wir doch in diesem Workshop auch die Möglichkeit kennen, sich in den Katalogen verschiedener Bibliotheken über Quellen zu informieren und Bücher sogar deutschlandweit zu ordern.

In einem zweiten Teil ging es dann darum, gefundene Quellen kritisch zu beleuch¬ten. Außerdem wurde vorgestellt, wie die Quellen letztendlich zitiert werden müs¬sen, dass nicht der Verdacht eines Plagiats aufkommt. 

PowerPoint

Bunte Bilder fliegen in die Folie voller Text - so soll eine Powerpoint-Präsentation nicht aussehen.

Wie aber dann? Wie unterstützt man mit technischen Hilfsmitteln die Vermittlung von klugen Gedanken und komplexen Informationen?

Darum ging es im Workshop PowerPoint beim GFS-Tag. Während die Anfänger lernten, wie man Überschriften gestaltet und Bilder beschriftet, ging es bei den Fortgeschrittenen um die Erstellung von Diagrammen und die sinnvolle Animation von Folien. Damit auch was hängen bleibt, gab es für alle eine Zusammenfassung der wichtigsten PowerPoint-Folien-Erstellungs-Regeln - natürlich erstellt mit Po-werPoint!

Spaß gemacht hat es allen und die Präsentationen werden in Zukunft glänzen!

Portfolio

Ein Portfolio ist eine Mappe,
die schützt, was man schätzt."

(Fletcher DuBois)

Portfolios sind Mappen, in denen Arbeitsergebnisse, Dokumente, Visualisierungen und alle Arten von Präsentationen bis hin zu audio-visuellen Dokumentationen oder Kunstwerken eigenständig vom Schüler gesammelt und gesondert reflektiert wer¬den.
Wie das Portfolio für eine GFS eingesetzt werden kann, sei es als Form einer GFS oder zur Vorbereitung, wurde zu Beginn des Workshops vorgestellt. Anschließend erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler eine Portfolio-Vorlage für ihr aktu¬elles GFS-Thema.
Wir sind gespannt, wie viele GFS dieses Jahr als Portfolio abgegeben werden.

Rhetorik

Was mache ich denn bloß mit meinen Händen bei einer Präsentation? Und wen schaue ich am besten an?

Diese und weitere Fragen wurden im Workshop mit zunächst kleinen Übungen zur Körperhaltung oder Stimmlage besprochen. Konkret konnte man das Geübte in ei¬ner ein-minütigen Präsentation trainieren, bei der der Inhalt völlig egal war. Gleich im Anschluss bekam man Rückmeldung von den anderen, was man denn mit seinen Händen nun angestellt hatte.